24
Mai-2020

Wiedereröffnung

Allgemein   /  

Reopening of STEP Africa

(Die deutsche Version befindet sich weiter unten auf dieser Seite)

Dear Volunteers,

the STEP Africa House will reopen from July 1st 2020! The Tanzanian government has lifted the international flight ban and abolished the two-week quarantine upon entry. A lockdown was also ruled out for the future. Several airlines will resume flights to Tanzania from June. Universities and secondary schools will reopen next week, with the remaining schools expected to follow soon. There is a great need for support in the projects!

We have carefully and intensively considered the decision to reopen. We consider the situation in Tanzania to be stable, the situation in the hospitals is easing. In the meantime, many doctors in Tanzania are convinced that there was a first wave of Covid cases in January and February of this year already. Tanzania has very close trade relations with China. Several direct flights and freight ships normally travel between Africa and China on a daily basis. Our „Patient Zero“ may have set foot on Tanzanian soil way before March 16. It should also be borne in mind that in February there were no testing facilities for the novel corona virus in Tanzania yet (and most other countries in Africa). There were also reports of an unusually large number of respiratory diseases in our immediate vicinity at the beginning of this year. The high death rate in Africa feared by the WHO has not been confirmed. On the contrary, it seems to be true that the very young median age of the population in Africa reduces the overall risk of severe cases. In Tanzania, improved hygiene education and regulations have also curbed this year’s cholera season, a disease that often kills young children too.

We are aware that there is still a lot of uncertainty, not least because Tanzania has opted for a special route that is often criticized in the international press. Case numbers are not published regularly, the president has openly criticized the validity of COVID19 tests and the work of the WHO. Nevertheless, many people here praise the government’s current approach. Statements by the President that compare the effects of COVID19 diseases with the effects of lockdown-related diseases, poverty and famine are quite justified. For a developing country like Tanzania, it is not necessarily desirable to set the same standards as for western nations! Covid is also far from the only disease that poses a threat to the people of Tanzania. And even in Europe, Asia and America, the devastating consequences of the economic lockdown are currently clearly evident, only that nobody will starve there! As everywhere in the world, a significant number of undetected cases can also be expected in Tanzania. Unfortunately, the number of infected people worldwide is rarely compared to the tests actually carried out, so that a comparison of the number of cases is not very expedient anyway. Due to the few restrictive measures in Tanzania, it can be assumed that many people in Tanzania have already been infected with the virus (keyword: herd immunity).

Life has to go on, even if COVID19 will still be with us -worldwide- for a long time! Our entire team has been in Arusha all through the pandemic. As always, we will be there for you at any time and will provide you with detailed information about recommended protective measures to reduce the risk for you and others to a minimum. We would like to emphasize that we do not want to put anyone under pressure with our decision to reopen. We are aware that for many the global situation and the associated uncertainty may seem too high for a stay in Tanzania this summer. We fully understand this! Nobody will suffer disadvantages from a delayed arrival, we will fully credit any fees already paid.

We promise those who are considering an arrival from July onwards that we will be there for you at any time with full commitment and that you can get to know the Tanzania that we love so much. We used our closure to come up with a lot of new ideas and plans and can’t wait to share them with our volunteers. Last but not least, we are doing well ourselves and we feel safe and we would like to accomblish all of this for you too! Tanzania was also been slowed down by the whole situation and this is the perfect moment to get to know the quiet side of Arusha and to spend time exploring nature instead of crowded bars 🙂

We already have commitments for July, so you will have company of other volunteers. As always, I am available to answer your questions and concerns at any time! Further updates, decision making support and details on the individual projects will follow in the course of the week.

With wind regards from Arusha,

Kira and the whole STEP Africa Team


Wiedereröffnung STEP Africa Haus

Liebe Freiwillige,

das STEP Africa Haus wird ab dem 1. Juli 2020 wieder öffnen! Die tansanische Regierung hat das internationale Flugverbot aufgehoben und die zweiwöchige Quarantäne bei Einreise abgeschafft. Ein Lockdown wurde auch für die Zukunft ausgeschlossen. Mehrere Airlines werden Tansania ab Juni wieder regelmäßig anfliegen. Universitäten und weiterführende Schulen werden kommende Woche wieder öffnen, es ist zu erwarten, dass die übrigen Schulen bald folgen werden. Der Bedarf an Unterstützung in den Projekten ist groß!

Wir haben die Entscheidung der Wiedereröffnung gewissenhaft und intensiv abgewägt. Wir schätzen die Lage in Tansania als stabil ein, die Lage in den Krankenhäusern entspannt sich. Mittlerweile sind viele Ärzte in Tansania davon überzeugt, dass es bereits im Januar und Februar eine erste Welle von Covid-Erkrankungen gab. Tansania pflegt sehr enge Handelsbeziehungen nach China. Etliche Direktflüge und Güterschiffe verkehren normalerweise täglich zwischen Afrika und China. Unser ”Patient 0” hat daher möglicherweise Wochen vor dem 16. März Fuß auf tansanischen Boden gesetzt. Zu Bedenken ist hierbei auch, dass im Februar noch keinerlei Testmöglichkeiten für das neuartige Coronavirus in Tansania (und den meisten anderen Ländern Afrikas) zur Verfügung standen. Auch in unserem unmittelbaren Umfeld gab es Berichte von ungewöhnlich vielen Atemwegserkrankungen Anfang diesen Jahres. Auch die von der WHO befürchtete hohe Todesrate in Afrika hat sich bislang nicht bestätigt. Im Gegenteil scheint es sich zu bewahrheiten, dass das sehr junge Durchschnittsalter der Bevölkerung in Afrika das Gesamtrisiko schwerer Verläufe verringert. In Tansania hat die verbesserte Hygieneaufklärung und entsprechende Vorschriften zudem die diesjährige Cholera Saison eingedämmt, eine Erkrankung an der häufig auch junge Kinder sterben.

Wir sind uns darüber bewusst, dass noch viel Unsicherheit herrscht, nicht zuletzt, da Tansania sich für einen Sonderweg entschieden hat, der in der internationalen Presse belächelt, oft sogar stark kritisiert wird. Fallzahlen werden nicht regelmäßig veröffentlicht, der Präsident hat offen die Validität von COVID19-Tests und die Arbeit der WHO kritisiert. Dennoch loben viele Menschen hier das aktuelle Vorgehen der Regierung. Aussagen des Präsidenten, die die Auswirkungen von COVID19- Erkrankungen den Auswirkungen von Lockdown-bedingten Krankheiten, Armut und Hungersnot gegenüberstellen, haben durchaus ihre Berechtigung. Für ein Entwicklungsland wie Tansania ist es nicht unbedingt erstrebenswert, die gleichen Maßstäbe wie für westliche Industrienationen anzusetzen! Covid ist zudem bei weitem nicht die einzige Krankheit von der für die Menschen in Tansania eine Gefahr ausgeht. Und selbst in Europa, Asien und Amerika zeigen sich die verheerenden Folgen des wirtschaftlichen Lockdowns derzeit ja in aller Deutlichkeit, nur das dort deswegen niemand verhungern wird! Wie überall auf der Welt ist auch in Tansania von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen. Leider werden die Anzahl der Infizierten weltweit selten den tatsächlich durchgeführten Tests gegenübergestellt, sodass ein Vergleich von Fallzahlen ohnehin nicht sehr zielführend ist. Aufgrund der wenigen einschränkenden Maßnahmen in Tansania ist davon auszugehen, dass bereits sehr viele Menschen in Tansania mit dem Virus infiziert waren (Stichwort: Herdenimmunität).

Das Leben muss weitergehen, auch wenn Corona uns weltweit wohl noch lange begleiten wird! Unser gesamtes Team ist seit Beginn der Pandemie durchgehend in Arusha gewesen. Wir werden, wie immer, jederzeit für euch zur Stelle sein und euch über empfehlenswerte Schutzmaßnahmen eingehend aufklären, um das Risiko für euch und andere auf ein Minimum zu reduzieren. Wir möchten betonen, dass wir mit unserer Entscheidung niemanden unter Druck setzen wollen. Wir sind uns darüber bewusst, dass vielen die weltweite Situation und damit verbundene Unsicherheit für eine baldige Anreise zu hoch erscheinen mag. Dafür haben wir vollstes Verständnis! Niemandem werden durch eine verschobene Anreise Nachteile entstehen, bereits bezahlte Gebühren werden wir voll anrechnen.

Denjenigen, die eine Anreise ab Juli in Erwägung ziehen, versprechen wir, dass wir mit vollem Einsatz jederzeit vor Ort für euch zur Stelle sein werden und ihr das Tansania kennen lernen könnt, dass wir so sehr lieben. Wir haben unsere Schließung dafür genutzt viele neue Ideen und Pläne zu schmieden und können es kaum erwarten, diese mit unseren Freiwilligen zu teilen. Nicht zuletzt geht es uns selber hier gut und wir fühlen uns sicher und all das möchten wir auch für euch realisieren! Auch Tansania wurde durch die ganze Situation entschleunigt und dies ist der perfekte Moment die ruhige Seite Arushas kennenzulernen und in der Freizeit auf Naturerkundungen statt überfüllte Bars zu setzen 🙂

Wir haben bereits Zusagen für Juli, sodass niemand alleine vor Ort sein wird. Wie immer stehe ich euch bei euren Fragen und Anliegen jederzeit zur Verfügung!

Weitere Updates, Entscheidungshilfen und Details zu den einzelnen Projekten werden im Laufe der Woche folgen.

 

Mit lieben Grüßen aus Arusha,

 

Kira & das gesamte STEP-Team

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