Tansania

Kurzinfo Tansania

116Tansania ist eine föderative Republik mit John Magufuli (CCM) als Präsidenten. Der frühere Präsident (1962-1985) Julius Nyerere, der im Jahr 1999 verstarb, war der erste Präsident der Vereinigten Republik von Tansania nach der Unabhängigkeit und Wiedervereinigung von Tanganyika und der Insel Sansibar. Mit seiner Idee vom afrikanischen Sozialismus und Freiheit ist er bis heute ein Vorbild für viele Tansanier.

Die Hauptstadt Tansanias ist Dodoma, industrielles Zentrum und Regierungssitz ist jedoch Dar Es Salam. Tansania hat ca. 41 Millionen Einwohner, die 130 verschiedenen Stämmen angehörigen. Jeder Stamm hat eine eigene Sprache, die neben der Nationalsprache Suaheli gesprochen wird.

Tansania ist ein Entwicklungsland, viele Menschen müssen mit weniger als 1 Dollar pro Tag auskommen. Der Hauptwirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, 80% der Bevölkerung leben in ländlichen Dörfern abseits der großen Städte. Ein zweiter großer Wirtschaftszweig ist der Tourismus rund um die Nationalparks im ganzen Land, der für tausende von Arbeitsplätzen sorgt.

Über Arusha

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Sämtliche STEP Africa Programme finden in und um die Stadt Arusha im Norden Tansanias statt. Arusha ist das touristische Zentrum Tansanias, da von hier zahlreiche Safaris in die nördlichen Nationalparks gestartet werden. Entsprechend finden sich in Arusha zahlreiche Hotels und Lodges und auch Restaurants und Supermärkte haben sich auf die westlichen Besucher eingestellt. Dennoch ist Arusha eine beschauliche Stadt geblieben, in der man sich schnell wohl fühlt. Bekannt ist Arusha auch für seine Musikszene, die Bongo Flavour Music ist bis weit über die Grenzen Ostafrika’s hinaus bekannt und viele bekannte Sänger starteten hier ihre Karriere. Arusha hat etwa 500.000 Einwohner. Die Stadt liegt zu Füßen des Mt. Meru, der auch als Kilimanjaro’s kleiner Bruder bezeichnet wird. Meru ist der zweitgrößte Berg in Tansania und prägt das Stadtbild Arusha’s aus allen Perspektiven.

Tansania zählt zu den sichersten Reiseländern auf dem afrikanischen Kontinent!

Tansania ist ein Land der Superlative. Mehr als 30 % der Fläche sind ausgewiesene Naturschutzgebiete, so viel wie in fast keinem anderen afrikanischen Land, im Norden befindet sich mit Mount Kilimanjaro der höchste Punkt Afrikas. Im Nord-Westen grenzt das Land an den Victoria See, im Westen an den Tanganyika See und im Süden an den Malawi See, drei der größten Süßwasser Seen des Kontinents. Tansania ist das größte Land Ostafrikas, geprägt von Savannenlandschaften, tropischen Küstenlinien, Hochebenen und Bergen. Berühmt ist auch die jährliche Wanderung von mehr als einer Millionen Gnus und zahlreichen anderen Wildtieren durch den Serengeti Nationalpark und die angrenzende Massai Mara in Kenia. Der nahe gelegene Ngorongoro Krater wird aufgrund seiner einzigartigen Flora und Fauna auch als das achte Weltwunder bezeichnet. In der Olduvai Schlucht nahe am Krater wurden in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts die ältesten bekannten Fossilien früher menschlicher Vorfahren entdeckt.

In Tansania leben mehr als 120 Stämme (mit ebenso vielen gesprochenen Stammessprachen) friedlich nebeneinander. Als Landessprache wird einheitlich Suaheli gesprochen. Englisch gilt als 2 Amtssprache und wird in der Schule bereits früh vermittelt. Arusha, die Stadt im nördlichen Tansania, in der unsere Programme stattfinden, ist Heimatland der Massai und Meru-Stämme. Viele Menschen hier leben vom Tourismus.

Obwohl Tansania landschaftlich und kulturell so viel zu bieten hat, leben große Teile der Bevölkerung aufgrund von Korruption und Misswirtschaft in Armut. Entwicklungshilfegelder aus westlichen Nationen erreichen oft nicht die Menschen, sondern fördern nur bestehende Abhängigkeitsstrukturen und landen leider zu häufig in den Taschen einiger weniger.

STEP Africa möchte jungen Menschen die Chance geben, die Schönheit aber auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen Tansanias mit eigenen Augen kennen- und verstehen zu lernen. Praktika und Volontariate sind hierfür eine wundervolle Möglichkeit den Menschen und kleinen Hilfsinitiativen auf Augenhöhe zu begegnen, Arbeitsweisen verstehen zu lernen, den einheimischen Arbeitskräften zu assistieren und durch interkulturellen Dialog langfristige und nachhaltige Freundschaft und Kooperationen entstehen zu lassen.